NUMINA ANNO STELLARUM
Numina sind Götter, Teufel und Totems, die durch Verehrung Macht und Einfluss gewinnen. Ihre Stärke wächst oder schwindet mit der Zahl und Hingabe ihrer Anhänger. Neue Numina können allein durch starken Glauben und bedingungslose Verehrung entstehen. Werden ihre Namen vergessen und ihre Kulte ausgelöscht, verlieren sie ihre Macht und können schließlich vergehen. In der Sternzeit sind Numina jedoch längst nicht mehr an einzelne Länder oder Planeten gebunden. Interstellare Verkehrswege, Portale und Kommunikationsnetze verbinden Völker über zahllose Sternsysteme hinweg. Ein Numen kann auf mehreren Welten verehrt werden, während auf einer abgelegenen Kolonie vollkommen neue Götter, Teufel oder Totems entstehen können.
GLAUBE ZWISCHEN DEN STERNEN
Religion und Glaube haben die Ausbreitung der Völker ins All begleitet. Jahrtausendealte Überlieferungen von Terra, Mythandria und anderen Welten existieren neben den Religionen fremder Völker, planetaren Kulten, Ahnenverehrung, schamanischen Traditionen und vollkommen neuen Glaubensformen. Manche Gemeinschaften errichten Tempel und Schreine auf Koloniewelten oder Raumstationen. Andere bewahren ihre Riten auf Schiffen, in wandernden Flotten oder auf abgelegenen Außenposten. Durch interstellare Kommunikation können Glaubensgemeinschaften Anhänger auf weit voneinander entfernten Welten besitzen. Gleichzeitig entwickeln isolierte Kolonien eigene Auslegungen alter Religionen oder vollkommen neue Traditionen. Ein Kult kann auf seiner Ursprungswelt längst verschwunden sein und dennoch auf einem weit entfernten Planeten fortbestehen. Nicht jedes verehrte Wesen ist tatsächlich ein Numen und nicht jedes Numen offenbart seinen Anhängern seine wahre Natur. Mächtige Aetherwesen, künstliche Intelligenzen, außerirdische Lebensformen oder uralte technische Systeme können für ihre Verehrer ebenso göttlich erscheinen wie wirkliche Numina.
GÖTTER A. ST.
Götter können in der Sternzeit Anhänger auf zahlreichen Welten besitzen. Pilger reisen zwischen Sternsystemen, Tempelgemeinschaften tauschen Botschaften über interstellare Kommunikationsnetze aus und alte Heiligtümer werden zu Zielen ganzer Pilgerflotten. Manche Götter werden seit Jahrtausenden verehrt, andere entstanden erst während der großen interstellaren Expansionen. Neue Kolonien bringen dabei auch neue Formen göttlicher Verehrung hervor. Schutzgötter können mit bestimmten Planeten, Städten, Raumhäfen oder gefährlichen Sternenrouten verbunden sein. Legendäre Gründer, Retter und andere verehrte Gestalten können über Generationen zum Mittelpunkt religiöser Gemeinschaften werden. Wo aus Glaube wirkliche Verehrung entsteht, kann schließlich ein neues Numen geboren werden.
TEUFEL A. ST.
Auch die Teufel und Dämonen Vwargols haben sich über den interstellaren Raum ausgebreitet. Krieg, Furcht, Hass, Gier, Krankheit und Verzweiflung verschwanden mit dem technischen Fortschritt nicht. Dämonische Kulte können sich auf überbevölkerten Metropolen, in den unteren Ebenen gewaltiger Raumstationen, auf Gefängniswelten, an Bord von Schiffen oder in abgelegenen Kolonien verbergen. Bereits lange vor der Gründung der Allianz der kosmischen Mächte öffneten dämonische Kulte auf mehreren Welten Höllenportale und entfesselten teuflische Kreaturen. Astharian Knights, Elfen und Zwerge mussten sich schließlich zu einem Schutzbündnis gegen die dunklen Mächte der Nagoch zusammenschließen.
TOTEMS A. ST.
Mit der Besiedlung fremder Welten erweitert sich auch die Welt der Totems. Außerirdische Wälder, Ozeane, Gebirge, Wüsten und Lebensformen können ebenso Gegenstand spiritueller Verehrung werden wie die Natur Terras. Auf alten bewohnten Welten können Totems seit Jahrtausenden mit bestimmten Tierarten, Pflanzen, Landschaften oder Naturerscheinungen verbunden sein. Selbst die Grenzen zwischen planetarer Natur und Weltraum sind dabei nicht eindeutig. Asteroidengürtel, gewaltige Stürme auf Gasriesen, Nebel, Kometen oder andere kosmische Naturerscheinungen können für ganze Kulturen eine ähnliche spirituelle Bedeutung besitzen wie Berge, Flüsse und Wälder.
INTERSTELLARE KULTE A. ST.
Die Entfernungen zwischen den Sternen haben die Gestalt religiöser Gemeinschaften grundlegend verändert. Tempel können sich auf Raumstationen befinden, Pilgerschiffe zwischen heiligen Welten verkehren und wandernde Gemeinschaften ihre Heiligtümer dauerhaft an Bord großer Raumschiffe mitführen. Um 1000 IKZ verbinden Kommunikationsrelais die großen Kernwelten. Dadurch können Glaubensgemeinschaften zugleich weit verbreitet und stark voneinander getrennt sein. Über Jahrhunderte entstehen unterschiedliche Riten, Lehrmeinungen und Kultformen. Manche entwickeln sich so weit auseinander, dass ihre Anhänger kaum noch erkennen, dass sie ursprünglich derselben Religion angehörten.
DER PLANET NUMENOS
Numenos im Celestria-System gehört zu den bedeutendsten bekannten Welten der Numina. Bereits Jahrhunderte vor der Gründung der Allianz kämpften dort Götter, Teufel und Totems gegeneinander. Ein Waffenstillstand beendete die offenen Kämpfe, doch Numenos blieb zwischen den drei Mächten umstritten. 156 IKZ erhoben Götter, Teufel und Totems erneut konkurrierende Ansprüche auf die Welt. Erst die Intervention der Allianz der kosmischen Mächte verhinderte die vollständige Vernichtung von Numenos. 186 IKZ wurde erneut ein instabiler Waffenstillstand geschlossen. Der Planet blieb vorerst unabhängig.
MASCHINENGÖTTER A. ST.
In einer Galaxis voller künstlicher Bewusstseine, autonomer Maschinen und künstlicher Völker ist die Grenze zwischen Maschine und Gottheit schwerer zu bestimmen als jemals zuvor. Selbstständige künstliche Bewusstseine wurden im Laufe der Sternzeit zunehmend als eigenständige Personen anerkannt, während mit Alphatron zugleich eine mächtige und weitgehend isolierte Maschinenzivilisation existiert. Manche Gemeinschaften verehren Stationsintelligenzen, uralte Zentralrechner, autonome Verteidigungssysteme oder künstliche Wesen. Wenn aus Verehrung Gebete und aus Wartungsritualen heilige Zeremonien werden, kann sogar tatsächlich ein neues Numen entstehen.
MYTHANDRIANISCHES PANTHEON A. ST.
Das mythandrianische Pantheon umfasst die Götter Echinons, die Teufel und Dämonen Vwargols sowie die Totems Asvaleris. Mit der Erforschung der alten Menedat und der Wiederentdeckung der Geschichte Mythandrias erhielten viele Überlieferungen einen neuen Zusammenhang. Bereits in Anno Magicae verließen zahlreiche Menedat die Erde durch Portale und verteilten sich und den Glauben an die mythandrianischen Numina auf unterschiedliche Welten der Galaxis.
An der Spitze der Götter stehen Ion und Ginevra. Zu ihren Nachkommen gehören Valeria, Dargon, Horeas, Ogrim, Itras, Feruna, Angral, Mallakhor und der vergessene Gott. Weitere Götter sind Yuri, Ravenna, Hedda, Yaron, Alura, Sephora, Anthea, Xantos und Zyrus. Durch reinen Glauben entstanden außerdem Korhal, Anuk, der Herr der Ewigkeit, Shim‘Ra, Ashuka, Taverna, Denebra und Dorpan.
Die ältesten Teufel und Dämonen sind Sythis und Dargoroth. Zu ihrer Dämonenbrut zählen Var'haal, Galrakh, Na'Ghara, Sinestra, B'atargh, Sulak, Garwish, K'dera, Darokh und Shenora. Weitere Dämonen sind Thyral, Agrael, Heresa, Azebhur, Hyras, Mokh, Lorghi, Siska, Kharkras, Ahrgol, Lüd und Vispis. Durch dunkle Verehrung entstanden zudem Tir'qui, O'khara, K'Vek, Urgol, Grachnar, Azzatach und Silessus.
Zu den ältesten Totems gehören Ena, Ugo, Ira und Aki. Aus ihnen gingen Man'Ha, Trun, Serin, Lamar, Rufyr, Dahut, Igh und Ogh, Thul, Arimari, Kirami, Bator, Ethelin, Calaba, Anuri, Gorn und Nurai hervor. Weitere durch Verehrung entstandene Totems sind Boro, Inai, Kikus, Napta, Kir, Salar, Hushi, Karok, Kori, Sima, Neka, Kinai, Lura, Uta, Nita, Kinga, Tonga, Arbos, Fasar, Sira und Bij.
NEUE NUMINA DER STERNENWELTEN A. ST.
Mit jeder neu erschlossenen Welt entstehen auch neue Geschichten, Symbole und Glaubensformen. Kolonisten können Schutzwesen ihrer Heimat verehren, Raumfahrer Geschichten über geheimnisvolle Retter weitergeben und ganze Gesellschaften können kosmischen Erscheinungen eine religiöse Bedeutung verleihen. Nicht jede solche Vorstellung bringt ein Numen hervor. Bekanntheit, Furcht oder Bewunderung allein reichen nicht aus. Erst wenn daraus wirkliche Verehrung, Rituale, Opfer und bedingungslose Hingabe entstehen, kann ein neues Numen geboren werden. Manche werden niemals über ihre Heimatwelt hinaus bekannt werden. Andere könnten innerhalb weniger Jahrhunderte Anhänger auf zahlreichen Planeten gewinnen.
WEITERE GLAUBENSWELTEN A. ST.
Die Glaubenswelten Terras und Mythandrias bilden nur einen kleinen Teil der religiösen Vielfalt des bekannten Sternenraums. Die zahlreichen Völker der Galaxis besitzen eigene Götterwelten, Ahnenkulte, Naturgeister, Schöpfungsmythen, philosophische Glaubenssysteme und Vorstellungen von Leben, Tod und dem Aufbau des Universums. Mit jeder neu entdeckten Zivilisation wächst daher nicht nur das Wissen über die Galaxis, sondern auch über ihre Götter, Teufel und Totems.