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WAS IST AETHER?

Aether, auch Quintessenz genannt, ist eine übernatürliche Kraft, die das gesamte Multiversum durchdringt. Aethersensitive Wesen können diese Kraft nutzen, um ihre Umgebung auf übernatürliche Weise zu beeinflussen. Dies wird als Aethermanipulation bezeichnet. Wie Aetherenergie (auch Aetheressenz genannt) verwendet wird, hängt von Kultur, Religion, Tradition, Ausbildung und Wissenschaft ab. Magier wirken Aetherformeln, Ritualisten bündeln Aetheressenz gemeinschaftlich, Priester opfern sie ihren Numina, Alchemisten verwenden Aetheressenz in übernatürlichen Prozeduren und Metatroniker speichern oder nutzen sie mit technischen Systemen. Die Maßeinheit der Aetheressenz ist Phiol. Aether ist normalerweise unsichtbar. Er kann jedoch mithilfe geeigneter Fähigkeiten, Artefakte, Geräte oder metatronischer Systeme wahrgenommen oder nachgewiesen werden. Die Verbindung zum Aetherraum kann örtlich unterschiedlich stark sein. An Orten mit ungewöhnlich schwacher Verbindung kann die Spielleitung beispielsweise Aethermanipulation erschweren, die Aetherkarenz verlängern oder Aethermanipulation vollständig verhindern. Besondere Orte können darüber hinaus eigene plotbezogene Regeln besitzen.

DER AETHERRAUM

Der Aetherraum ist die metaphysische Quelle des Aethers. Er ist nicht nur ein abstraktes Energiefeld, sondern ein tatsächlich betretbarer Raum. Besonders in der Sternzeit wird der Aetherraum gezielt bereist. Dort existieren Aetherraumrouten, Ein- und Austritte, Strömungen und Verwerfungen. Die Verbindung einer Welt oder eines Ortes zum Aetherraum kann unterschiedlich stark sein. Sie kann stark, schwach, gestört oder nahezu vollständig unterbrochen sein. Persönliche Aetheressenz regeneriert aus dem Aetherraum. Aetheressenz kann nicht beliebig direkt aus dem Aetherraum gezogen werden. Dies ist nur möglich, wenn eine Fähigkeit, Technik oder andere Regel dies ausdrücklich erlaubt. Ein Beispiel dafür ist die Aetherevolution.

PERSÖNLICHE AETHERESSENZ

Jeder Charakter besitzt grundsätzlich von Geburt an 5 Phiol persönliche Aetheressenz. Dieser Vorrat kann durch entsprechende Fähigkeiten, z. B. Zusätzliche Aetheressenz (St. 1), erhöht werden. Persönliche Aetheressenz wird für Aethermanipulationen eingesetzt und regeneriert anschließend aus dem Aetherraum.

AETHERMANIPULATION

Als Aethermanipulation gilt jede Anwendung, bei der Aether gezielt beeinflusst wird, um einen übernatürlichen Effekt hervorzurufen. Grundsätzlich benötigt eine Aethermanipulation mindestens 1 Phiol Aetheressenz, sofern die jeweilige Fähigkeit oder Wissenschaft keine abweichende Regel besitzt.

 

Die benötigte Aetheressenz kann aus verschiedenen Quellen stammen:

  • aus dem persönlichen Vorrat des Anwenders,
  • aus fremder oder externer Aetheressenz (z. B. Aetherspeicher oder Aetherzellen),
  • aus Artefakten,
  • aus anderen ausdrücklich vorgesehenen Quellen,
  • direkt aus dem Aetherraum, sofern eine Fähigkeit oder Technik dies erlaubt.

AETHERKARENZ

Aetherkarenz bezeichnet die Regenerationszeit verbrauchter persönlicher Aetheressenz. Während dieser Zeit kann keine weitere Aethermanipulation begonnen oder durchgeführt werden. Für die Dauer gilt: 1 verbrauchtes persönliches Phiol entspricht 5 Minuten Aetherkarenz.

 

Verbrauchte persönliche Aetheressenz Aetherkarenz
1 Phiol 5 Minuten
2 Phiol 10 Minuten
3 Phiol 15 Minuten
4 Phiol 20 Minuten
5 Phiol 25 Minuten

 

Dabei spielt es keine Rolle, wie viel unverbrauchte Aetheressenz noch vorhanden ist. Ein Charakter mit 20 Phiol, der 2 Phiol verbraucht, besitzt anschließend zwar noch 18 Phiol, befindet sich aber trotzdem für 10 Minuten in Aetherkarenz.

 

Externe und gemischte Aetheressenz: Wird eine Aethermanipulation vollständig durch externe Aetheressenz versorgt, entsteht beim Anwender keine Aetherkarenz. Nicht der Effekt verursacht Aetherkarenz, sondern die Regeneration der eigenen verbrauchten Aetheressenz. Wer keine persönliche Aetheressenz verbraucht, erhält daher auch keine Aetherkarenz. Persönliche und externe Aetheressenz können außerdem gemeinsam eingesetzt werden. Benötigt ein Effekt beispielsweise 5 Phiol und stammen davon 2 Phiol aus dem persönlichen Vorrat und 3 Phiol aus einer externen Quelle, entsteht Aetherkarenz nur für die 2 persönlichen Phiol. Die Aetherkarenz beträgt in diesem Fall 10 Minuten. Externe Aetheressenz muss jedoch tatsächlich vorhanden bzw. erspielt sein. Sie kann nicht beliebig vorausgesetzt werden.

ZEITINTENSIVE AETHERMANIPULATION

Bei lang andauernden Aethermanipulationen wird persönliche Aetheressenz bereits während des Prozesses eingesetzt und regeneriert. Deshalb gilt: Bei zeitintensiven Aethermanipulationen wird die Dauer des Prozesses auf die Aetherkarenz angerechnet. Verbraucht ein Charakter beispielsweise 3 persönliche Phiol, würde daraus normalerweise eine Aetherkarenz von 15 Minuten entstehen. Dauert die Aethermanipulation selbst 20 Minuten, ist nach Abschluss keine zusätzliche Aetherkarenz mehr erforderlich. Dauert der Vorgang nur 10 Minuten, verbleiben anschließend noch 5 Minuten. Diese Regel verhindert, dass zeitaufwendige und ausgespielte Prozeduren zusätzlich mit einer vollständigen Karenz belastet werden.

 

Ausnahmen: Die Dauer der Anwendung wird bei folgenden Bereichen nicht auf die Aetherkarenz angerechnet:

 

  • Aetherformeln
  • Impuls-Meditationen
  • Bardenmagie

 

Hier wird die normale Aetherkarenz vollständig nach Abschluss ausgespielt. Rhu-Fähigkeiten folgen einem eigenen Ressourcensystem und verursachen keine Aetherkarenz.

ABBRUCH UND SCHEITERN

Wird eine Aethermanipulation begonnen und anschließend abgebrochen, gilt die gesamte für die Anwendung vorgesehene Aetheressenz als verbraucht, auch wenn sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig eingesetzt wurde. Bei zeitintensiven Anwendungen wird die bis zum Abbruch verstrichene Prozessdauer dennoch auf die Aetherkarenz angerechnet. Scheitert eine vollständig durchgeführte Aethermanipulation, wird ebenfalls die gesamte vorgesehene Aetheressenz verbraucht. Dies gilt auch für fehlgeschlagene Aetherformeln.

NULLMAGIE

Charaktere mit Nullmagie besitzen keine eigene nutzbare Aetheressenz. Sie können daher keine persönliche Aetheressenz verbrauchen, opfern oder zusätzlich erwerben. Nullmagie bedeutet jedoch nicht, dass ein Charakter grundsätzlich keine Aethermanipulation durchführen kann. Steht ihm eine geeignete externe Aetherquelle zur Verfügung, kann er entsprechende Fähigkeiten einsetzen, sofern deren Regeln dies zulassen.

 

Nullmagier können beispielsweise:

  • Aetherformeln wirken, wenn diese vollständig extern gespeist werden,
  • an Ritualen teilnehmen,
  • an thaumaturgischen Zeremonien teilnehmen,
  • externe Aetheressenz verwenden oder opfern.

 

Da sie keine persönliche Aetheressenz verbrauchen, entsteht bei ihnen dadurch keine persönliche Aetherkarenz.

AETHER IN DEN WISSENSCHAFTEN

Die verschiedenen Wissenschaften verwenden dieselbe Aetheressenz, unterscheiden sich jedoch darin, wie sie diese einsetzen.

 

Wissenschaft Umgang mit Aether
Aetherformellehre Aetheressenz wird durch Aetherformeln unmittelbar in übernatürliche Wirkungen umgesetzt.
Ritualkunde Mehrere Beteiligte führen gemeinsam eine zeitintensive Aethermanipulation durch.
Thaumatologie Aetheressenz wird einem Numen oder mehreren Numina geopfert.
Alchemie Aetheressenz wird als Bestandteil übernatürlicher Prozeduren verwendet.
Bardenmagie Aether wird durch musikalische oder künstlerische Darbietungen beeinflusst.
Meditationslehre Bestimmte Meditationen erzeugen übernatürliche Wirkungen und können Aetheressenz verbrauchen.
Metatronik Aetheressenz kann technisch detektiert, gespeichert, übertragen und genutzt werden.
Artefaktkunst Aetheressenz wird in Artefakte eingebunden und kann dabei auch permanent gebunden werden.
Okkultismus Umfasst verschiedene aetherbezogene Fähigkeiten sowie besondere Rhu-Anwendungen.
Konglomerate Verbinden mehrere Wissenschaften, Beteiligte und Energiequellen zu einem gemeinsamen übernatürlichen Vorgang.

AETHERFORMELN

Aetherformeln können unterschiedliche Formen besitzen. Dazu gehören beispielsweise Zaubersprüche, Gebete, Flüche oder Anrufungen. Grundsätzlich benötigt eine Aetherformel 1 Phiol Aetheressenz je Formelstufe.

 

Formelstufe Benötigte Aetheressenz
1 1 Phiol
2 2 Phiol
3 3 Phiol
4 4 Phiol
5 5 Phiol

 

Wird die gesamte benötigte Aetheressenz persönlich bereitgestellt, entstehen entsprechend 5 bis 25 Minuten Aetherkarenz. Die Ausführungsdauer einer Aetherformel wird nicht auf diese Karenz angerechnet.

 

Die Fähigkeit Aetherevolution gilt ausschließlich für Aetherformeln. Sie senkt nicht den Gesamtbedarf der Formel. Stattdessen ersetzt sie einen Teil der persönlichen Aetheressenz durch Aetheressenz, die direkt aus dem Aetherraum bezogen wird. Eine Aetherformel der Stufe 3 benötigt weiterhin insgesamt 3 Phiol. Werden davon durch Aetherevolution 2 Phiol direkt aus dem Aetherraum bezogen, muss der Anwender nur 1 persönliches Phiol aufbringen. Die Aetherkarenz beträgt dadurch lediglich 5 Minuten. Sinkt der persönliche Verbrauch auf 0 Phiol, entsteht keine Aetherkarenz.

 

Gebete, die regeltechnisch einen übernatürlichen Effekt hervorrufen, werden als Aetherformeln behandelt. Dabei wird die eingesetzte Aetheressenz dem angerufenen Numen zugeführt. Das Numen kann anschließend den gewünschten Effekt selbst bewirken oder den Betenden dazu bemächtigen. Regeltechnisch bleibt die Wirkung dieselbe. Da solche Gebete Aetherformeln sind, kann auch Aetherevolution auf sie angewendet werden.

RITUALKUNDE

Rituale sind gemeinschaftliche und zeitintensive Aethermanipulationen. Der Ritualleiter zählt selbst immer als Ritualteilnehmer. Für jeden Ritualteilnehmer muss entsprechend der Stufe des Rituals Aetheressenz bereitgestellt werden:

 

Ritualstufe Aetheressenz je Ritualteilnehmer
1 1 Phiol
2 2 Phiol
3 3 Phiol
4 4 Phiol
5 5 Phiol

 

Dieser Beitrag kann aus persönlicher oder externer Aetheressenz stammen. Dadurch können auch Nullmagier Ritualteilnehmer sein, sofern die benötigte Aetheressenz vollständig aus einer externen Quelle bereitgestellt wird.

 

Zusätzliche Aetherkosten: Neben dem Teilnahmebeitrag kann ein konkretes Ritual zusätzliche Aether-Pflichtkomponenten verlangen. Diese können beispielsweise pro Zielperson, Zielobjekt, Artefakt oder Fläche berechnet werden. Diese Kosten kommen zusätzlich zum normalen Teilnahmebeitrag hinzu. Bei gekoppelten Angaben wie 2 Phiol pro Ritualteilnehmer/Zielperson werden Teilnehmer und Zielperson innerhalb dieser Pflichtkomponente als ein gemeinsamer Faktor behandelt, sofern beide unmittelbar miteinander gekoppelt sind.

 

Rituale dauern mindestens:

 

Ritualstufe Mindestdauer
1 10 Minuten
2 20 Minuten
3 30 Minuten
4 40 Minuten
5 50 Minuten

 

Persönliche Aetheressenz regeneriert bereits während dieser Zeit. Die Ritualdauer wird deshalb auf die Aetherkarenz angerechnet. Zusätzliche Ritualteilnehmer über die erforderliche Mindestzahl hinaus stabilisieren ein Ritual. Jeder zusätzliche Ritualteilnehmer bildet einen Stabilitätspuffer. Fällt ein Teilnehmer aus oder wird das Ritual gestört, kann ein zusätzlicher Teilnehmer diese Störung auffangen, ohne dass das Ritual sofort scheitert. Einige Rituale besitzen zusätzlich eigene Regeln, durch die eine höhere Teilnehmerzahl etwa Wirkungsdauer, Zielzahl oder Umfang beeinflusst. Wird mehr Aetheressenz bereitgestellt, als das Ritual benötigt, wird der Überschuss nicht verbraucht. Zusätzliche Aetheressenz verstärkt ein Ritual nicht automatisch.

THAUMATOLOGIE UND NUMINA

Thaumatologie beruht auf dem Opfern von Aetheressenz an Numina. Die geopferte Aetheressenz geht tatsächlich an das entsprechende Numen oder die entsprechenden Numina. Es handelt sich nicht nur um eine symbolische Handlung. Während einer Zeremonie geht die Aetheressenz im Laufe der Handlung an das Numen über. Für jeden aktiven Teilnehmer wird im Laufe der Zeremonie mindestens 1 Phiol Aetheressenz geopfert. Die Aetheressenz kann aus dem persönlichen Vorrat des Teilnehmers oder aus einer externen Quelle stammen. Es darf auch mehr geopfert werden. Nullmagier können vollständig an thaumaturgischen Zeremonien teilnehmen. Aus ihnen selbst kann jedoch keine persönliche Aetheressenz entzogen und geopfert werden. Externe Aetheressenz kann aber auch durch oder für einen Nullmagier geopfert werden. Aetheressenz kann einem Numen auch außerhalb großer Zeremonien geopfert werden, beispielsweise durch Gebete (Aetherformeln), entsprechende Konglomerate oder andere geeignete Opferhandlungen. Das Numen bewirkt einmalig den durch die Zeremonie oder die jeweilige Fähigkeit festgelegten Effekt. Metaphysisch kann es den Effekt selbst hervorrufen oder einen Gläubigen dazu bemächtigen.

 

Gespeicherte Opferenergie: Aetheressenz, die einem Numen geopfert und nicht unmittelbar verwendet wird, wird automatisch gespeichert. Dieser Vorrat besitzt keine feste Obergrenze. Für ein spielbares Numen genügt dafür ein Wert, beispielsweise „Gespeicherte Opferenergie: 12 Phiol“. Einzelne Spender müssen nicht separat dokumentiert werden. Ein Numen kann gespeicherte Opferenergie verwenden für:

 

  • eigene Aetherformeln,
  • eigene Aethermanipulationen,
  • thaumaturgisch erbetene Effekte.

Gespeicherte Opferenergie gilt für das Numen als externe Aetheressenz. Ihre Verwendung verursacht deshalb keine Aetherkarenz. Wird Aetheressenz mehreren Numina gemeinsam geopfert, wird sie gleichmäßig unter ihnen aufgeteilt. Für SC- und NSC-Numina gelten grundsätzlich dieselben Regeln. Besondere NSC können durch ausdrückliche Plot- oder SL-Regeln davon abweichen. Gespeicherte Opferenergie ist nicht dauerhaft an ein Numen gebunden. Sie bleibt nur erhalten, solange das Numen regelmäßig verehrt wird. Bleibt diese Verehrung aus, verliert die Energie ihre Bindung und fließt wieder in den Aetherraum zurück. Regeltechnisch gilt: Gespeicherte Opferenergie bleibt für den laufenden Spieltag erhalten. Wird das Numen bis zum folgenden Spieltag nicht erneut verehrt, verfällt der verbliebene Vorrat.

BARDENMAGIE

Bardenmagie beeinflusst den Aether durch musikalische oder andere künstlerische Darbietungen. Für Bardenmagie bleibt die normale stufenabhängige Aetherkarenz bestehen. Die Dauer der Aufführung wird nicht auf die Aetherkarenz angerechnet.

MEDITATIONSLEHRE

Bei Impuls-Meditationen wird die Dauer der Anwendung ebenfalls nicht auf die Aetherkarenz angerechnet. Die vollständige Aetherkarenz wird nach Abschluss ausgespielt. Länger dauernde Meditationsformen folgen ihren eigenen Zeitregeln.

ALCHEMIE

Übernatürliche alchemistische Prozeduren gehören zu den zeitintensiven Aethermanipulationen. Die Herstellungsdauer wird auf die Aetherkarenz angerechnet. Persönliche Aetheressenz kann also bereits während der Prozedur regenerieren.

ARTEFAKTKUNST

Auch die Herstellung von Artefakten kann eine zeitintensive Aethermanipulation darstellen. Persönliche Aetheressenz kann während des Herstellungsprozesses regenerieren. Bei permanent gebundener Aetheressenz gilt dagegen eine eigene Regel.

 

Permanente Aetheressenz: Permanente Aetheressenz ist keine andere Energieart. Sie ist normale Aetheressenz, die dauerhaft gebunden wurde. Wird persönliche Aetheressenz permanent gebunden, sinkt der persönliche Maximalvorrat dauerhaft, die gebundene Aetheressenz regeneriert nicht und dadurch entsteht keine Aetherkarenz. Permanente Aetheressenz kann von einer einzelnen Person, mehreren Personen oder aus externen Quellen stammen. Wird eine permanente Bindung zerstört, etwa durch die Zerstörung eines Artefakts, kehrt die darin gebundene Aetheressenz nicht zum ursprünglichen Besitzer zurück. Sie zerstreut sich wieder in den Aetherraum.

METATRONIK

Metatronik kann Aetheressenz technisch detektieren, speichern, übertragen und für Geräte oder Systempläne verwenden. Aether bleibt dadurch eine übernatürliche Kraft, kann in fortgeschrittenen Epochen aber technisch erfasst und nutzbar gemacht werden.

AETHERSPEICHER UND ÜBERTRAGUNG

Aetheressenz kann gespeichert, transportiert und übertragen werden. Dies geschieht jedoch nur, wenn eine Fähigkeit, Technik, ein Konglomerat oder eine andere Regel dies ausdrücklich ermöglicht. Eine freie Übertragung persönlicher Aetheressenz zwischen Charakteren ist nicht automatisch möglich. Ebenso kann ein Charakter nicht einfach persönliche Aetheressenz in einen Speicher übertragen, regenerieren und diesen Vorgang beliebig wiederholen. Aetherspeicher und Aetherzellen gelten als externe Energiequellen.

KONGLOMERATE

Konglomerate verbinden mehrere Wissenschaften, Fähigkeiten, Beteiligte und Energiequellen zu einem gemeinsamen übernatürlichen Vorgang. Sie können besondere Möglichkeiten bieten, Aetheressenz zu bündeln, zu übertragen, zu speichern oder zwischen mehreren Quellen zu organisieren. Welche konkreten Regeln dafür gelten, bestimmt das jeweilige Konglomerat.

RHU UND AETHER

Rhu ist eine eigenständige spirituelle Energie mit einem eigenen Regel- und Ressourcensystem. In Kriegshandwerk und Überlebenskunst wird Rhu natürlich beziehungsweise mundan eingesetzt. Diese Anwendungen verbrauchen keine Aetheressenz und verursachen keine Aetherkarenz. Im Okkultismus können Rhu-Fähigkeiten dagegen den Aether manipulieren. Sie gelten dadurch als übernatürlich, werden aber weiterhin ausschließlich durch Rhu gespeist. Deshalb entstehen auch dort keine Aetheressenzkosten und keine Aetherkarenz.

 

AETHER IN DEN SPIELWELTEN

Die Verbindung zum Aetherraum unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Epochen. Aether ist keine rein terranische Erscheinung, sondern eine Kraft des gesamten Multiversums.

 

Anno Magicae: Die Verbindung zum Aetherraum ermöglicht reguläre Aethermanipulation.

 

Anno Terroris: Die Verbindung zum Aetherraum ermöglicht reguläre Aethermanipulation. Diese wird aber vielerorts als dunkle Hexerei angesehen und abgelehnt.

 

Anno Gladii: Die Verbindung zum Aetherraum ist nahezu vollständig unterbrochen oder praktisch nicht nutzbar. Reguläre Aethermanipulation spielt daher keine Rolle.

 

Anno Vaporis: Die Verbindung zum Aetherraum ermöglicht reguläre Aethermanipulation.

 

Anno Mysterii: Die Verbindung zum Aetherraum erstarkt. Übernatürliche Erscheinungen und Aethermanipulation häufen sich.

 

Anno Superior: Die Verbindung zum Aetherraum ist sehr schwach. Das Alphagen ermöglicht Augmentierten dennoch einen nutzbaren Zugang.

 

Anno Apocalypsi: Durch den Dimensionskataklysmus ist die Verbindung zum Aetherraum auf der Erde unberechenbar geworden. Das äußert sich unter anderem in sogenannten Aetherstürmen, die je nach Region auftreten können. Aetherformellehre ist deshalb in der Endzeit nicht praktizierbar. Andere Formen der Aethermanipulation, beispielsweise Ritualkunde oder Metatronik, sind weiterhin möglich.

 

Anno Stellarum: Der Aetherraum kann technisch bereist werden. Aetherraumrouten, Ein- und Austritte sowie entsprechende Antriebssysteme gehören hier zum bekannten Umgang mit dem Aetherraum.

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