SCHWARZE BRUT ANNO MAGICAE

Die Brut ist eine insektoide, komplex-eusoziale Spezies mit einem kollektiv-telepathischen Bewusstsein. Instinktgetrieben und von unbändiger Aggressivität erfüllt, breitet sich der schwarze Schwarm wie eine verheerende Heuschreckenplage aus und errichtet dabei gewaltige Brutkolonien. Ihre Kreaturen zeichnen sich durch eine beunruhigende Anpassungsfähigkeit aus: Selbst unwirtliche Landschaften, extremes Klima und lebensfeindliche Bedingungen vermögen ihre Ausbreitung kaum aufzuhalten. Wo die Brut erscheint, folgen Verwüstung, Überwucherung und die bedrohliche Umformung ganzer Regionen zu ihrem eigenen, finsteren Lebensraum. Der Überlieferung nach wurde diese Plage von der kosmischen Macht Temokh’Thar erschaffen. Die Brut gilt als eines der gefürchtetsten Sinnbilder von Verderben, Schwarmgewalt und unaufhaltsamer Ausbreitung.
BRUTWÜRMER (NESTPARASITEN)

Aus jedem Brutei schlüpft eine Vielzahl von Brutwürmern. Diese nestparasitären Larven suchen unmittelbar nach dem Schlupf nach einem geeigneten Wirt, um sich in ihm festzusetzen und weiterzuentwickeln. Sollten sie keinen Wirt finden, tritt nach einiger Zeit ein natürlicher Wandel ein: Die Brutwürmer verpuppen sich und reifen zu Brutkäfern heran. Werte: M2, LP 1/1/1, K 5, G 15
BRUTMONSTER (NESTSÖLDNER)

Brutwürmer nisten sich in fremden Lebewesen ein und verwandeln ihre Wirte in Brutmonster. Deren Erscheinungsbild variiert stark, da es von der jeweiligen Art, dem Volk oder der Kreatur abhängt, die befallen wurde. So gleicht kein Brutmonster dem anderen: Manche wirken lediglich entstellt und verdorben, andere werden zu vollkommen neuen, albtraumhaften Wesen umgeformt. Entsprechend unterscheiden sich auch ihre Fähigkeiten teils erheblich — je nachdem, welche Eigenschaften der ursprüngliche Wirt besaß und wie stark die Brut dessen Körper verändert hat. Werte: Je nach Wirt
BRUTKÄFER (NESTPFLEGER)

Brutkäfer sind für den Bau und die Pflege der Brutnester zuständig. Mit unermüdlicher Präzision errichten sie die Nester, versorgen deren Brut und sichern das Überleben des Schwarms in seinen frühen Entwicklungsphasen. Zum Schutz ihrer Brutstätten legen sie zudem sogenannte Quallenfallen an. Diese organischen Abwehrvorrichtungen detonieren bei Berührung und setzen dabei giftiges Gas frei, das Eindringlinge verletzt, schwächt oder tötet. Brutkäfer scheinen zudem über eine Art heilende Fähigkeiten zu verfügen, denn sie können Opfer der Brut über lange Zeit am Leben halten. Werte: M3, LP 1/2/3, RP 2, K 55, G 25, W Kieferzangen +5, Wunde heilen (OK/St. 3), Erdverschmelzung (OK/St. 3), Befehl (OK/St. 5)
BRUTSKLAVEN (NESTARBEITER)

Brutsklaven entstehen, wenn sich ein Brutkäfer auf dem Kopf eines anderen Lebewesens festsetzt und die Kontrolle über dieses übernimmt. Zu diesem Zweck krallt er sich mit den kleinen Wiederhaken an seinen Beinen am Kopf eines Opfers fest und zwingt es seinem Willen zu gehorchen. Nach einiger Zeit beginnt ein grausamer Verwandlungsprozess: Der Brutkäfer verpuppt sich gemeinsam mit seinem Opfer in einem Kokon. Während dieser Weiterentwicklung wird der Wirt im Inneren nach und nach vom Brutkäfer verzehrt. Werte: Je nach Wirt.
BRUTSCHRECKEN (NESTKRIEGER)

Befinden sich sowohl eine Brutmutter als auch ein Brutvater in spürbarer Nähe, kann sich ein Brutkäfer zu einer Brutschrecke weiterentwickeln. Diese besondere Entwicklungsform entsteht offenbar nur unter dem Einfluss beider übergeordneter Brutwesen. Brutschrecken dienen der Brut als Nestkrieger. Sie verteidigen nicht nur bestehende Nester mit äußerster Aggressivität, sondern schwärmen auch aus, um neue Gebiete anzugreifen und geeignete Orte für künftige Brutkolonien zu erobern. Damit bilden sie die kämpfende Vorhut der Ausbreitung. Werte: M5, LP 3/4/10, SR 3, RP 10, K 65, G 45, W Sichelarme +10, Nahkampfmeister (KH/St. 3)
BRUTKOLOSS (NESTWÜTER)

Der Brutkoloss ist eine gewaltige, schwer gepanzerte Kriegsform der Brut, geschaffen für Verwüstung und den gewaltsamen Durchbruch durch feindliche Linien. Sein massiger Leib ist von dickem, schwarzem Chitin umschlossen, das selbst schwerste Angriffe abzuwehren vermag. Mit seinen mächtigen Scheren und seiner schieren Körperkraft zerschmettert er Hindernisse, zerreißt Gegner und walzt selbst befestigte Stellungen nieder. Werte: M7, LP 8/9/23, SR 5, RP 15, K 75, G 25, W Greifzangen +10, W Kieferzangen +5, Überstärke (KH/St. 5), Nahkampfmeister (KH/St. 3)
BRUTBRUDER (NESTMÖNCH)

Der Brutbruder ist eine seltene Form der Brut, die psionische Kräfte besitzt und den Aether manipulieren kann. Aus den Tiefen des Brutbaus stärkt er die geistige Verbindung des Schwarmbewusstseins, verzerrt die Wahrnehmung fremder Wesen und erfüllt seine Umgebung mit unheimlicher, übernatürlicher Kraft. Werte: M6, LP 4/5/15, SR 2, RP 10, K 55, G 85, W Klauenhände +5, W Kieferzangen +5, Gedanken lesen (OK/St. 5), Massenpanik (OK/St. 5), Schreckensbolzen (OK/St. 4), Verwirrung (Ok/St. 4), Aurasicht (OK/St. 5)
BRUTVATER (NESTKÖNIG)

Ist eine Brutmutter in spürbarer Nähe, jedoch kein Brutvater, kann sich ein Brutkäfer zu einem Brutvater weiterentwickeln. Diese Entwicklungsform entsteht offenbar dann, wenn innerhalb eines Brutnestes ein männlicher Ursprungsträger benötigt wird. Der Brutvater befruchtet die von der Brutmutter gelegten Eier und übernimmt zugleich eine zentrale Schutzfunktion innerhalb des Nests. Mit äußerster Aggressivität verteidigt er die Brut gegen Eindringlinge, Rivalen und andere Brutväter, die Anspruch auf das Nest erheben könnten. So sichert er nicht nur die Fortpflanzung, sondern auch die Vorherrschaft über die Kolonie. Werte: M6, LP 4/5/15, SR 5, RP 20, K 85, G 45, W Greifzangen +10, W Kieferzangen +5, Überstärke (KH/St. 5), Nahkampfmeister (KH/St. 3), Direkte Wunde (KH/St. 5),
BRUTMUTTER (NESTKÖNIGIN)

Befindet sich keine Brutmutter in spürbarer Nähe, kann sich ein Brutkäfer zu einer Brutmutter weiterentwickeln. In dieser Gestalt wird sie zum Ursprung und Zentrum eines neuen Brutnests.
Eine Brutmutter hört niemals auf zu wachsen, sondern entwickelt sich unaufhörlich weiter. Mit jeder Wandlung passt sie sich stärker an ihre Umgebung an und vermag sogar, das Genmaterial ihrer Opfer in sich aufzunehmen, um ihre eigene Weiterentwicklung voranzutreiben. Auf diese Weise wird jede Brutmutter im Laufe ihres Daseins zu einer einzigartigen, von ihrem Lebensraum und ihren Beutetieren geformten Kreatur. Die Brutmutter legt Bruteier und sichert so den Fortbestand der Kolonie. Gelege, Anzahl und Größe der Eier unterscheiden sich jedoch je nach Art und Entwicklungsstand der jeweiligen Brutmutter. Werte: M7, LP 10/11/25, SR 5, RP 25, K 85, G 45, W Greifzangen +10, W Kieferzangen +10, Überstärke (KH/St. 5), Nahkampfmeister (KH/St. 3), Direkte Wunde (KH/St. 5), Gedanken lesen (OK/St. 5), Massenpanik (OK/St. 5)