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STRAHLUNG ANNO APOKALYPSI

Seit dem Dimensions-Kataklysmus ist die Erde von unterschiedlichen Formen der Strahlung geprägt. Manche stammen aus zerstörten Reaktoren, Waffen und Industrieanlagen, andere entstanden durch die Verschmelzung der drei Wirklichkeiten. Sie unterscheiden sich nicht nur in ihrer Herkunft, sondern auch in ihrer Wirkung auf Lebewesen, Maschinen und die Umgebung. Neben der Ivakiemstrahlung sind vor allem Mutationsstrahlung, Aetherstrahlung, destruktive Strahlung und Antiaetherstrahlung bekannt. Ihre Grenzen sind nicht immer eindeutig. In vielen Ruinen, Ödlanden und Meteoriten-Einschlagsgebieten treten mehrere Strahlungsarten gleichzeitig auf. Messgeräte können manche Strahlungen frühzeitig erkennen. Andere werden erst durch körperliche Beschwerden, technische Störungen oder ungewöhnliche Veränderungen der Umgebung bemerkbar.

IVAKIEMSTRAHLUNG

Informationen über Ivakiemstrahlung findest du unter „Kosmische Mächte A. AP.“

MUTATIONSSTRAHLUNG

Mutationsstrahlung entsteht vor allem durch beschädigte Reaktoren, radioaktive Trümmer, Atomwaffen, verseuchte Industrieanlagen und andere Hinterlassenschaften der zerstörten Zivilisationen. Sie ist in vielen Ödlanden verbreitet und gehört zu den häufigsten Gefahren der Endzeit. Die Strahlung schädigt den Körper und kann Übelkeit, Schwäche, Verbrennungen, Haarausfall, Organversagen und schließlich den Tod verursachen. Eine starke oder wiederholte Belastung kann jedoch auch dauerhafte Mutationen hervorrufen. Solche Veränderungen sind selten vorhersehbar. Sie können den Körper widerstandsfähiger machen, neue Sinne hervorbringen oder das Überleben unter extremen Bedingungen ermöglichen. Ebenso können sie Schmerzen, Missbildungen, körperlichen Verfall oder neue Abhängigkeiten verursachen. Die entstehenden Veränderungen werden nicht vom Spieler gewählt, sondern von der Spielleitung festgelegt. Sie sollten zur Ursache der Verstrahlung, zur Umgebung und zur Endzeitwelt von Anno Apokalypsi passen.

 

Spielmechanik: Erreicht ein Charakter drei Punkte Mutationsstrahlung, stirbt er an den Folgen der Verstrahlung. Stattdessen können die drei Punkte in eine dauerhafte Mutation umgewandelt werden. Die Mutation wird von der Spielleitung bestimmt. Anschließend werden die angesammelten Punkte entfernt, doch die körperliche Veränderung bleibt bestehen. Diese Möglichkeit schützt einen Charakter nicht dauerhaft. Sammelt er später erneut drei Punkte Mutationsstrahlung an, drohen eine weitere Mutation oder der endgültige Tod.

AETHERSTRAHLUNG

Aetherstrahlung entstand durch die Verschmelzung der Wirklichkeiten und den Austritt großer Mengen ungebundener Aetherenergie. Sie tritt besonders häufig in Zeitnarben, alten Aetheranlagen, magischen Ruinen und Regionen auf, in denen die Grenzen der Wirklichkeit beschädigt wurden. Ihre Auswirkungen sind kaum vorhersehbar. Aetherstrahlung kann Schwerkraft, Licht, Geräusche, Raum und Zeit verändern. Gegenstände beginnen zu schweben, Schatten bewegen sich ohne ihre Besitzer und längst zerstörte Bauwerke erscheinen für kurze Zeit wieder in ihrem früheren Zustand. Auch Lebewesen reagieren unterschiedlich. Manche erleiden Erinnerungslücken, Halluzinationen oder körperliche Veränderungen. Andere verschwinden für wenige Augenblicke, werden an einen entfernten Ort versetzt oder nehmen Dinge wahr, die für gewöhnliche Sinne verborgen bleiben. Aetherstrahlung kann außerdem alte Apparaturen aktivieren, Mutationen beeinflussen und übernatürliche Erscheinungen verstärken. Ihre Wirkung folgt keinen zuverlässigen Regeln. Selbst eine gut untersuchte Aetherzone kann sich ohne Vorwarnung verändern.

 

Spielmechanik: Die Auswirkungen von Aetherstrahlung werden von der Spielleitung festgelegt. Sie können unmittelbar eintreten, sich erst später bemerkbar machen oder nur unter bestimmten Bedingungen ausgelöst werden. Mögliche Folgen sind Wahrnehmungsstörungen, zeitweilige Fähigkeiten, Veränderungen der Umgebung, Orts- oder Zeitverschiebungen sowie andere ungewöhnliche Phänomene. Aetherstrahlung muss nicht ausschließlich schädlich sein. Sie bleibt jedoch immer unberechenbar.

DESTRUKTIVE STRAHLUNG

Destruktive Strahlung greift lebendes Gewebe unmittelbar an. Sie verursacht keine Mutationen und verleiht keine besonderen Fähigkeiten. Ihre einzige Wirkung ist die fortschreitende Zerstörung des Körpers. Sie entsteht unter anderem in extrem heißen Reaktorzonen, durch bestimmte Waffen, beschädigte Energiesysteme und aggressive Strahlungsfelder. Auch einige Maschinenzonen und militärische Sperrgebiete setzen destruktive Strahlung gezielt zur Verteidigung ein. Betroffene erleiden Verbrennungen, innere Blutungen, Nervenschäden und zunehmendes Organversagen. Schutzkleidung kann die Wirkung verlangsamen, bietet bei hoher Belastung jedoch nur begrenzten Schutz. Destruktive Strahlung ist häufig schwer wahrzunehmen. Manche Formen erzeugen Hitze, Licht oder ein deutliches Summen. Andere bleiben vollkommen unsichtbar, bis die ersten körperlichen Schäden auftreten.

 

Spielmechanik: Solange sich ein Charakter in einem Gebiet mit destruktiver Strahlung aufhält, erleidet er in regelmäßigen Abständen Schaden. Die Höhe und Häufigkeit des Schadens richten sich nach der Stärke der Strahlung und dem vorhandenen Schutz. Destruktive Strahlung erzeugt keine Mutationen. Ein längerer Aufenthalt führt nicht zu neuen Fähigkeiten, sondern zum Tod.

ANTIAETHERSTRAHLUNG

Antiaetherstrahlung unterdrückt Aetherfähigkeiten, Rhukräfte, Ivakiemstrahlung und andere übernatürliche Erscheinungen. Sie tritt natürlich nur selten auf, kann aber durch bestimmte technische Anlagen, Waffen oder unbekannte Materialien erzeugt werden. In einer Antiaetherzone verlieren Aetherphänomene an Kraft. Zeitnarben können sich verengen, übernatürliche Erscheinungen verschwinden und Mutationen mit aktiven Fähigkeiten werden geschwächt oder vollständig unterdrückt. Das Ivakiemspektrum eines Geschöpfes wird dadurch nicht entfernt, Auswirkungen des Spektrums können jedoch vorübergehend blockiert werden. Sichtbare körperliche Mutationen bleiben bestehen, während besondere Fähigkeiten möglicherweise nicht mehr eingesetzt werden können. Antiaetherstrahlung kann Schutz vor gefährlichen Aethererscheinungen bieten. Gleichzeitig stellt sie für viele Mutanten und aetherabhängige Wesen eine erhebliche Gefahr dar. Auch technische Systeme können betroffen sein, wenn sie z. B. mit Aetherenergie arbeiten. Gewöhnliche mechanische und elektrische Geräte funktionieren dagegen meist weiterhin.

 

Spielmechanik: Innerhalb einer Antiaetherzone werden übernatürliche Fähigkeiten, Aetherwirkungen und aktive Ivakiemmutationen geschwächt oder vollständig aufgehoben. Die genaue Stärke der Unterdrückung wird von der Spielleitung festgelegt. Dauerhafte körperliche Veränderungen verschwinden nicht. Fähigkeiten, die unmittelbar auf veränderten Organen beruhen, können je nach Art der Mutation weiterhin eingeschränkt funktionieren. Nach dem Verlassen der Zone kehren unterdrückte Fähigkeiten normalerweise zurück. Bei besonders starker oder lang anhaltender Belastung können jedoch vorübergehende Nachwirkungen bestehen bleiben.

ÜBERLAGERTE STRAHLUNGSZONEN

In vielen Regionen tritt nicht nur eine einzige Strahlungsart auf. Ein zerstörter Reaktor innerhalb einer Zeitnarbe kann gleichzeitig Mutationsstrahlung, Aetherstrahlung und Ivakiemstrahlung freisetzen. Eine Maschinenzone kann ein solches Gebiet zusätzlich mit einem Antiaetherfeld abschirmen. Die Wirkungen überlagerter Strahlungen sind schwer vorhersehbar. Sie können sich gegenseitig verstärken, abschwächen oder völlig neue Phänomene hervorrufen. Selbst erfahrene Ödlandreisende verlassen sich deshalb nicht allein auf Messgeräte. Sie achten ebenso auf veränderte Tiere, ungewöhnliche Pflanzen, technische Störungen, tote Landschaften und die Berichte früherer Expeditionen.