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BESTIARIUM ANNO STELLARUM

Die Tierwelt Anno Stellarum umfasst längst nicht mehr nur die Fauna der Erde. Mit der Besiedlung fremder Welten, der Terraformung neuer Lebensräume und dem Kontakt zu zahlreichen außerirdischen Ökosystemen ist die bekannte Vielfalt des Lebens gewaltig angewachsen. Irdische Tiere leben auf Terra I und wurden auf viele Kolonien mitgenommen, während fremde Planeten eigene Tierwelten mit völlig anderen Formen, Lebensweisen und Anpassungen hervorgebracht haben. Neben natürlichen Tieren existieren Chimären, mystische Kreaturen, Augmentierte Tiere und andere Lebensformen, deren Ursprung bis in frühere Zeitalter zurückreicht. Hinzu kommen außerirdische Tiere, biologische Anomalien und Kreaturen, die an extreme Umweltbedingungen angepasst sind. Manche leben unter hoher Schwerkraft oder in giftigen Atmosphären, andere in unterirdischen Ozeanen, gewaltigen Höhlensystemen oder sogar außerhalb planetarer Biosphären.

ALLGEMEINE TIERE A. ST.

Irdische Tiere existieren Anno Stellarum auf Terra I sowie auf zahlreichen Kolonien und terraformierten Welten. Nutztiere, Haustiere und Wildtiere wurden zusammen mit den menschlichen Siedlern verbreitet und bilden auf geeigneten Planeten teilweise eigenständige Populationen. Auf manchen Kolonien leben Tiere unter kontrollierten Bedingungen in Biosphären, landwirtschaftlichen Anlagen oder künstlichen Habitaten. Auf anderen Welten haben sich eingeführte Arten über Generationen an neue Umweltbedingungen angepasst. Dadurch können sich Größe, Färbung, Verhalten oder Widerstandsfähigkeit regional deutlich unterscheiden. Auch einzelne Tierarten, die auf der Erde historisch ausgestorben waren, existieren wieder oder haben in abgelegenen Populationen überlebt.

 

Link: Liste allgemeiner Tiere (Bestiarium A. MA.)

KREATUREN DER CHIMÄREN A. ST.

Chimären existieren Anno Stellarum auf verschiedenen Welten und gehören vielerorts zur bekannten Fauna. Greifen, Mantikore, Basilisken, Tatzelwürmer und andere Mischwesen stammen überwiegend aus den alten Lebensräumen der Erde und Mythandrias, wurden jedoch im Verlauf der interstellaren Expansion auch auf andere Welten gebracht. Einzelne Kolonien halten Chimären in Reservaten, zoologischen Einrichtungen oder abgeschlossenen Jagdgebieten. Andere Populationen leben seit Jahrhunderten frei und haben sich an die Bedingungen ihrer neuen Heimat angepasst. In der interstellaren Naturkunde ist die Abgrenzung zwischen einer klassischen Chimäre und einem außerirdischen Tier nicht immer einfach. Fremde Tierarten können Merkmale besitzen, die aus menschlicher Sicht wie die Kombination verschiedener irdischer Tiere wirken, obwohl sie sich vollkommen unabhängig entwickelt haben.

 

Link: Liste der Chimärenkreaturen (Bestiarium A. MA.)

MYSTISCHE KREATUREN A. ST.

Mystische Kreaturen sind Anno Stellarum auf zahlreichen Welten bekannt. Drachenarten, Elementare, Schleime, Geisterwesen und andere übernatürliche Lebensformen finden sich sowohl auf alten menschlichen Welten als auch in weit entfernten Regionen der Galaxis. Der Aether ist nicht auf einen einzelnen Planeten beschränkt. Machtknoten, uralte Ruinen, ungewöhnliche planetare Phänomene und Regionen mit starkem Einfluss der kosmischen Mächte können deshalb auch fern von Terra Lebensräume für mystische Kreaturen bilden.

 

Link: Liste mystischer Kreaturen (Bestiarium A. MA.)

Link: Liste weiterer Kreaturen A. TE. (Bestiarium A. TE.)

Link: Liste weiterer Kreaturen A. VA. (Bestiarium A. VA.)

Link: Liste weiterer Kreaturen A. MY. (Bestiarium A. MY.)

Link: Liste weiterer Kreaturen A. SU. (Bestiarium A. SU.)

Link: Liste weiterer Kreaturen A. AP. (Bestiarium A. AP.)

DIE SCHWARZE BRUT A. ST.

Die Schwarze Brut gehört Anno Stellarum zu den gefährlichsten biologischen Bedrohungen des interstellaren Raums. Ihre Fähigkeit, fremde Lebewesen als Wirte zu verwenden und Kolonien unter schwierigsten Bedingungen aufzubauen, ermöglicht ihr die Ausbreitung auf unterschiedlichsten Welten. Brutnester können sich in Höhlensystemen, Asteroidenminen, verlassenen Raumstationen, Frachträumen, unterirdischen Anlagen oder den Ruinen aufgegebener Kolonien entwickeln. Besonders gefährlich ist die unbemerkte Verschleppung einzelner Brutformen durch Raumfahrzeuge. Ein zunächst kleiner Befall kann dadurch innerhalb kurzer Zeit ein vollkommen anderes Sternsystem erreichen. Da die Brut auch außerirdische Tiere und andere Lebensformen als Wirte verwenden kann, existieren zahllose Varianten von Brutmonstern. Selbst erfahrene Einsatzkräfte können deshalb nicht sicher vorhersagen, welche Eigenschaften die Bewohner eines neu entdeckten Nestes besitzen.

 

Link: Liste der Brutkreaturen (Bestiarium A. MA.)

AUSSERIRDISCHE TIERE A. ST.

Auf bewohnten und unerforschten Welten existieren unzählige Tierarten, deren Entwicklung vollkommen unabhängig von der irdischen Evolution verlief. Viele sind harmlos oder erfüllen in ihren Ökosystemen ähnliche Funktionen wie bekannte Pflanzenfresser, Räuber, Aasfresser oder Insekten. Andere besitzen Fähigkeiten und Körperformen, die unter irdischen Bedingungen kaum denkbar wären. Die folgenden Tiere stellen nur einige Beispiele der außerirdischen Fauna dar.

 

Atmosphärenrochen [M6, LP 4/5/15, K 55, G 80, RP 2, W Tentakel +5, Atemlos (ÜK/St. 5), Aurasicht (OK/St. 5), Schadensresistenz (KH/St. 2), Witterung (ÜK/St. 5)]
Atmosphärenrochen sind große, flache Flugwesen, die in den oberen Atmosphärenschichten verschiedener Gasriesen und dichter Planetenatmosphären leben. Ihre langen Fäden nehmen elektrische und aetherische Veränderungen wahr.

 

Felsenläufer [M5, LP 3/4/10, K 85, G 35, RP 5, W Klauen +10, Schadensresistenz (KH/St. 3), Überstärke (KH/St. 5), Witterung (ÜK/St. 5)]
Felsenläufer stammen von Welten mit hoher Schwerkraft. Ihre gedrungenen Körper werden von massiven Knochenplatten geschützt, während kurze, kräftige Gliedmaßen selbst schwere Körper über steile Felslandschaften tragen. Werden sie bedroht, greifen sie mit überraschender Kraft an.

 

Glaskäfer [M4, LP 3/4/8, K 50, G 45, RP 4, W Mandibeln +5, Schadensresistenz (KH/St. 2), Witterung (ÜK/St. 5)]
Glaskäfer besitzen halb durchsichtige Panzerplatten, die aus mineralischen Verbindungen aufgebaut sind. Große Kolonien graben weitläufige Tunnelsysteme in mineralreiche Böden. Ihre zurückgelassenen Häutungsreste werden auf manchen Welten als Rohstoff gesammelt.

 

Dämmerjäger [M5, LP 3/4/10, K 70, G 70, W Biss +10, W Klauen +5, Furcht (OK/St. 3), Spuren lesen (ÜK/St. 3), Meucheln (KH/St. 5), Witterung (ÜK/St. 5)]
Dämmerjäger sind schlanke Raubtiere von Welten mit schwacher Sonneneinstrahlung. Ihre großen Augen und empfindlichen Sinnesorgane ermöglichen ihnen die Jagd bei nahezu vollständiger Dunkelheit. Meist verfolgen sie ihre Beute lange, bevor sie aus kurzer Entfernung angreifen.

 

Raumhai [M6, LP 4/5/15, K 85, G 65, RP 4, W Biss +15, Atemlos (ÜK/St. 5), Schadensresistenz (KH/St. 3), Meucheln (KH/St. 5), Tödliche Strahlung (Immunität/St. 5), Witterung (ÜK/St. 5)]
Raumhaie sind aggressive Raubtiere des interplanetaren Raums. Sie halten sich häufig in Asteroidengürteln, Trümmerfeldern und nahe stark frequentierter Flugrouten auf. Mit ihren empfindlichen Sinnesorganen nehmen sie Energiequellen, Bewegungen und Lebewesen über große Entfernungen wahr. Kleinere Raumfahrzeuge können von einzelnen großen Exemplaren mit Beute verwechselt oder gezielt angegriffen werden.

 

Raumqualle [M6, LP 4/5/15, K 45, G 70, RP 1, W Tentakel +5, Atemlos (ÜK/St. 5), Aurasicht (OK/St. 5), Licht (AF/St. 1), Tödliche Strahlung (Immunität/St. 5), Unsichtbar (OK/St. 5), Witterung (ÜK/St. 5)]
Raumquallen sind halb durchsichtige, langsam treibende Lebewesen mit langen leuchtenden Tentakeln. Sie sammeln sich häufig in der Nähe von Gasriesen, Nebeln oder Regionen mit ungewöhnlich hoher Aetheraktivität. Ihre Körper können Licht erzeugen und nahezu vollständig durchsichtig werden. Große Schwärme erscheinen aus der Entfernung wie schwach leuchtende Wolken und können sich über mehrere Kilometer erstrecken.

 

Raumwal [M8, LP 15/16/35, K 90, G 20, RP 6, W Schwanz +15, Atemlos (ÜK/St. 5), Schadensresistenz (KH/St. 4), Tödliche Strahlung (Immunität/St. 5), Überstärke (KH/St. 5), Witterung (ÜK/St. 5)]
Raumwale sind gewaltige, friedliche Lebewesen, die durch Asteroidenfelder und die Randbereiche von Sternsystemen ziehen. Ihre massigen Körper sind gegen Vakuum, Strahlung und extreme Temperaturschwankungen geschützt. Sie ernähren sich von Staub, Mikroorganismen und energetischen Partikeln, die sie auf ihren langen Wanderungen aus dem Raum filtern. Einzelne Tiere können über Jahrzehnte denselben Routen zwischen Planeten, Monden und Asteroidengürteln folgen.

 

Vakuumkriecher [M4, LP 3/4/8, K 60, G 30, RP 4, W Klauen +5, Atemlos (ÜK/St. 5), Schadensresistenz (KH/St. 3), Tödliche Strahlung (Immunität/St. 5), Witterung (ÜK/St. 5)]
Vakuumkriecher leben in Asteroidenfeldern, auf luftlosen Monden und in natürlichen Höhlen kleiner Himmelskörper. Ihr Stoffwechsel arbeitet extrem langsam, und sie können jahrelang ohne Nahrung verharren. Raumfahrer entdecken sie gelegentlich an Außenhüllen, Minenanlagen oder abgestellten Fahrzeugen.

 

Tiefenmaul [M7, LP 8/9/23, K 100, G 20, RP 8, W Biss +20, Atemlos (ÜK/St. 5), Schadensresistenz (KH/St. 4), Überstärke (KH/St. 5), Witterung (ÜK/St. 5)]
Tiefenmäuler sind gewaltige Raubtiere außerirdischer Ozeane. Sie leben bevorzugt in Tiefseegräben und unter kilometerdicken Eisschichten. Nur selten gelangen ausgewachsene Tiere in flachere Gewässer. Ihre Begegnung kann selbst für größere Unterwasserfahrzeuge gefährlich werden.

AUGMENTIERTE UND VERÄNDERTE TIERE A. ST.

Gentechnik, künstliche Augmentation und andere biologische Verfahren ermöglichen Anno Stellarum weitreichende Veränderungen von Tieren. Viele dieser Eingriffe dienen der Landwirtschaft, Forschung, Kolonisierung oder Anpassung an fremde Umweltbedingungen. Daneben existieren Nachfahren älterer Augmentierter Tiere, deren Veränderungen inzwischen dauerhaft in ihren Populationen verankert sind. Auf Welten mit geringer Schwerkraft können Tiere beispielsweise kräftigere Muskulatur erhalten, während Arten für Wüsten- oder Eiswelten an extreme Temperaturen angepasst werden. Andere Tiere werden für besonders hohe Widerstandsfähigkeit, schnelle Regeneration oder verbesserte Sinnesleistungen gezüchtet.

 

Link: Augmentierte Tiere A. SU. (Bestiarium A. SU.)

WEITERE KREATUREN A. ST.

Neben natürlicher außerirdischer Fauna existieren im interstellaren Raum Lebensformen, die sich keiner bekannten biologischen Gruppe eindeutig zuordnen lassen. Manche reagieren auf den Aether, andere leben unter Bedingungen, die gewöhnliches Leben kaum zulassen würden. Ob diese Wesen natürlichen Ursprungs sind, durch fremde Zivilisationen geschaffen wurden oder auf bislang unbekannte kosmische Prozesse zurückgehen, ist nicht immer geklärt.

 

Prismageist [M4, LP 3/4/8, K 35, G 75, Licht (AF/St. 1), Aurasicht (OK/St. 5), Unsichtbar (OK/St. 5), Witterung (ÜK/St. 5)]
Prismageister erscheinen als schwebende, teilweise durchscheinende Wesen, deren Körper Licht in wechselnden Farben brechen. Sie werden häufig in der Nähe ungewöhnlicher Energiephänomene oder alter Anlagen beobachtet und können innerhalb weniger Augenblicke vollkommen unsichtbar werden.

 

Sternenwurm [M6, LP 4/5/15, K 90, G 20, RP 6, W Biss +15, Atemlos (ÜK/St. 5), Direkte Wunde (KH/St. 5), Schadensresistenz (KH/St. 3), Überstärke (KH/St. 5), Witterung (ÜK/St. 5)]
Sternenwürmer graben weitläufige Gänge durch Asteroiden und poröses Gestein. Ihre Mundwerkzeuge können mineralische Ablagerungen und Metall zerbrechen. Minenkolonien betrachten bereits einzelne ausgewachsene Tiere als erhebliche Gefahr für Stollen und technische Anlagen.

 

Phasenschleicher [M5, LP 3/4/10, K 65, G 80, W Klauen +10, Gestaltwandel (OK/St. 3), Meucheln (KH/St. 5), Unsichtbar (OK/St. 5), Witterung (ÜK/St. 5)]
Phasenschleicher sind seltene Raubwesen, deren Körper zeitweise nahezu vollständig aus dem sichtbaren Spektrum verschwinden. Ihre tatsächliche biologische Struktur ist bislang nur unvollständig untersucht.

 

Weltenkoloss [M7, LP 7/8/22, K 95, G 20, RP 8, W Klauen +15, Tödliche Strahlung (AF/St. 5), Tödliche Strahlung (Immunität/St. 5), Schadensresistenz (KH/St. 4), Überstärke (KH/St. 5), Witterung (ÜK/St. 5)]
Weltenkolosse sind riesige, schwer gepanzerte Kreaturen. Ihre Körper speichern große Mengen ionisierender Energie und geben diese ständig an ihre Umgebung ab. Siedlungen auf betroffenen Welten markieren bekannte Wandergebiete solcher Tiere weiträumig als Sperrzonen.

AUSGESTORBENE KREATUREN A. ST.

Der Begriff „ausgestorben“ ist Anno Stellarum weniger eindeutig als in früheren Zeitaltern. Eine Tierart kann auf Terra I seit Jahrtausenden verschwunden sein und dennoch auf einer abgelegenen Kolonie, in einem abgeschlossenen Ökosystem oder einer anderen Welt existieren. Prähistorische Tierarten haben auf diese Weise bis in die interstellare Zeit überlebt. Auf Terra I gelten zahlreiche Arten früherer Erdzeitalter weiterhin als ausgestorben. Außerhalb der Erde können jedoch entsprechende Populationen vorkommen.