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NUMINA ANNO MYSTERII

Numina sind Götter, Teufel und Totems, die durch Verehrung Macht und Einfluss gewinnen. Ihre Stärke wächst oder schwindet mit der Zahl und Hingabe ihrer Anhänger. Neue Numina können allein durch starken Glauben und bedingungslose Verehrung entstehen. Werden ihre Namen vergessen und ihre Kulte ausgelöscht, verlieren sie ihre Macht und können schließlich vergehen. Mit dem Großen Erwachen um das Jahr 2000 kehrt die Magie mit immer größerer Kraft zurück. Alte Wesen erwachen, verborgene Geschöpfe treten wieder hervor und immer mehr Menschen erkennen, dass hinter ihrer vertrauten Welt eine zweite Wirklichkeit existiert. Damit beginnt auch für die Numina eine neue Zeit. Übernatürliche Ereignisse und Wunder werden von vielen Menschen als Aberglauben, Betrug, psychische Erkrankungen oder falsch verstandene Naturerscheinungen abgetan. Für andere gehören Götter, Teufel, Totems, Engel, Dämonen, Ahnengeister und Wunder jedoch weiterhin zum Bereich ihres Glaubens. Nicht jede verehrte Wesenheit ist tatsächlich ein Numen – und nicht jedes Numen wird als solches erkannt. Viele der alten Götter wurden zwar vergessen, doch nun beginnt die Welt, sich wieder an sie zu erinnern.

GLAUBE IN DER NEUZEIT

Die großen Religionen der Menschheit haben die Jahrtausende überdauert. Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus und zahlreiche weitere Glaubensrichtungen werden von Milliarden Menschen praktiziert. Neben den großen Religionen und bekannten Pantheons existieren unzählige weitere Glaubenswelten. Keltische, slawische und baltische Traditionen bestehen ebenso fort wie zahlreiche afrikanische, asiatische, amerikanische, arktische und pazifische Glaubensformen. Es gibt Ahnenverehrung, schamanische Traditionen, Naturreligionen, neue religiöse Bewegungen und unzählige regionale Glaubensformen. Manche besitzen bis heute große lebendige Gemeinschaften. Andere sind nur noch in Volksbräuchen, alten Geschichten oder kleinen religiösen Gruppen erhalten. 

GÖTTER A. MY.

Mit dem Großen Erwachen gewinnen auch viele Götter wieder größeren Einfluss auf die Welt. Manche wurden über Jahrhunderte verehrt, andere existierten fast nur noch in alten Geschichten, Ruinen und vergessenen Kulten. Wo Menschen Gebete sprechen, Opfer darbringen oder alte Riten aufnehmen, können geschwächte Götter neue Kraft gewinnen. Gleichzeitig entstehen in der technisierten, modernen Welt neue Formen der Verehrung. Gemeinschaften können sich innerhalb weniger Jahre über ganze Kontinente verbreiten und völlig neuen göttlichen Wesen Macht verleihen.

TEUFEL A. MY.

Auch die alten Teufel und Dämonen Vwargols können mit dem Großen Erwachen zurückkehren. Sie benötigen keine mittelalterlichen Tempel und keine offen auftretenden Hexenkulte. Ihre Anhänger können sich hinter geschlossenen Onlinegemeinschaften, exklusiven Zirkeln, kriminellen Organisationen oder scheinbar gewöhnlichen religiösen Gruppen verbergen. Furcht, Hass, Grausamkeit, Gier und Verzweiflung haben ihre Bedeutung nicht verloren. Im Gegenteil: Moderne Kommunikation kann solche Gefühle innerhalb kurzer Zeit auf zahllose Menschen übertragen. Manche Dämonen werden noch unter uralten Namen angerufen. Andere erscheinen unter neuen Symbolen und Vorstellungen, ohne dass ihre Anhänger erkennen, welcher Macht sie tatsächlich dienen.

TOTEMS A. MY.

Mit dem Großen Erwachen kehren auch zahlreiche Totems und Naturgeister stärker in die Welt zurück. Heilige Wälder, Berge, Quellen, Flüsse und andere Landschaften, die über Jahrhunderte nur noch als Orte alter Sagen galten, entwickeln erneut eine spürbare Verbindung zu anderen Sphären. Viele Totems wurden über Generationen in schamanischen Traditionen, Naturreligionen oder regionalen Bräuchen bewahrt, selbst wenn ihre ursprüngliche Bedeutung längst vergessen war. Besonders abgelegene Landschaften bieten solchen Wesen Rückzugsorte. Doch auch in Städten können alte Bäume, Quellen, Parks oder längst überbaute Kultplätze erneut Bedeutung gewinnen. Mit jedem Jahr des Großen Erwachens wird deutlicher, dass die Natur vielerorts Erinnerungen bewahrt hat, die die Menschen längst vergessen haben.

MODERNE NUMINA UND DIGITALE KULTE A. MY.

Die Neuzeit kann vollkommen neue Numina hervorbringen. Noch nie zuvor konnten Vorstellungen, Symbole und Geschichten innerhalb so kurzer Zeit so viele Menschen erreichen. Film, Fernsehen, Musik, Werbung, soziale Netzwerke und globale Gemeinschaften verbinden Millionen Menschen miteinander. Nicht jede berühmte Gestalt und nicht jede populäre Idee wird dadurch zu einem Numen. Bekanntheit allein genügt nicht. Doch dort, wo aus Bewunderung echte Verehrung wird, wo Anhänger Rituale entwickeln, Opfer bringen, Gebete sprechen oder einer gemeinsamen Vorstellung bedingungslose Hingabe entgegenbringen, können die Grenzen verschwimmen. So können Numina entstehen, die keine jahrtausendealten Tempel besitzen. Ihre Heiligtümer können Wohnungen, Clubs, versteckte Versammlungsräume oder virtuelle Gemeinschaften sein. Ihre Symbole können auf Bildschirmen erscheinen statt in Stein gemeißelt zu werden.

 

Das Internet hat auch die verborgene Welt verändert. Okkulte Gemeinschaften können weltweit miteinander kommunizieren, verbotene Rituale austauschen und innerhalb kurzer Zeit neue Anhänger gewinnen. Ein Kult, der früher auf ein Dorf oder eine Stadt beschränkt geblieben wäre, kann nun Mitglieder auf mehreren Kontinenten besitzen. Dabei entstehen auch Gemeinschaften um rätselhafte Gestalten, urbane Legenden, angebliche Geistererscheinungen und Wesen, die vielleicht niemals existiert haben. Zumindest anfangs. Wenn genügend Menschen beginnen, an dieselbe Wesenheit zu glauben, ihr einen Namen geben, Geschichten über sie erzählen und sie schließlich verehren oder fürchten, kann aus einer erfundenen Legende tatsächlich etwas entstehen. So kann die digitale Welt auch unbeabsichtigt zum Geburtsort neuer Numina werden.

ALTE GÖTTERWELTEN A. MY.

Die griechische, römische, nordische und ägyptische Götterwelt überdauerte die Jahrhunderte vor allem in Mythen, religiösen Überlieferungen, Kunstwerken, Ruinen und archäologischen Funden. Manche ihrer alten Kulte verschwanden nahezu vollständig, während andere in kleinen Gemeinschaften rekonstruiert oder neu belebt wurden. Die chinesische und japanische Götterwelt blieben dagegen in vielen Regionen lebendige Bestandteile religiöser und kultureller Traditionen. Seit dem Großen Erwachen gewinnen all diese alten Glaubenswelten neue Bedeutung. Heiligtümer werden zu Schauplätzen ungewöhnlicher Erscheinungen und Artefakte und Reliquien reagieren auf das Große Erwachen.

MYTHANDRIANISCHES PANTHEON A. MY.

Das mythandrianische Pantheon wurde während Anno Gladii beinahe vollständig vergessen. Doch durch das Große Erwachen und durch die Entdeckung einiger mythandrianischer Reliquien schöpfen auch diese uralten Götter, Teufel und Totems neue Kraft.

 

An der Spitze der Götter stehen Ion und Ginevra. Zu ihren Nachkommen gehören Valeria, Dargon, Horeas, Ogrim, Itras, Feruna, Angral, Mallakhor und der vergessene Gott. Weitere Götter sind Yuri, Ravenna, Hedda, Yaron, Alura, Sephora, Anthea, Xantos und Zyrus. Durch reinen Glauben entstanden außerdem Korhal, Anuk, der Herr der Ewigkeit, Shim'Ra, Ashuka, Taverna, Denebra und Dorpan.

 

Die Teufel werden von Sythis, der Königin des Wandels, und Dargoroth, dem Weltenbrecher, beherrscht. Zu ihrer Dämonenbrut zählen Var'haal, Galrakh, Na'Ghara, Sinestra, B'atargh, Sulak, Garwish, K'dera, Darokh und Shenora. Weitere Dämonen sind Thyral, Agrael, Heresa, Azebhur, Hyras, Mokh, Lorghi, Siska, Kharkras, Ahrgol, Lüd und Vispis. Durch dunkle Verehrung entstanden zudem Tir'qui, O'khara, K'Vek, Urgol, Grachnar, Azzatach und Silessus.

 

Zu den ältesten Totems gehören Ena, Ugo, Ira und Aki. Aus ihnen gingen Man'Ha, Trun, Serin, Lamar, Rufyr, Dahut, Igh und Ogh, Thul, Arimari, Kirami, Bator, Ethelin, Calaba, Anuri, Gorn und Nurai hervor. Weitere durch Verehrung entstandene Totems sind Boro, Inai, Kikus, Napta, Kir, Salar, Hushi, Karok, Kori, Sima, Neka, Kinai, Lura, Uta, Nita, Kinga, Tonga, Arbos, Fasar, Sira und Bij.

NUMINA UND DIE ERWACHTEN A. MY.

Unter den Erwachten besitzt der Begriff Numen eine wesentlich konkretere Bedeutung als unter den Schläfern. Viele Erwachte organisieren sich entsprechend ihrer Verbindung zu den acht kosmischen Mächten in sogenannten Häusern. So versammelten sich bereits 1814 Vertreter des Hauses Echinon zu einem geheimen Konzil und diskutierten darüber, wie göttliche Gesetze in einer Welt angewendet werden sollten, die ihre Erinnerung an die kosmischen Mächte verloren hatte. Das Konzil erklärte den Schutz der Heimlichkeit zur heiligen Pflicht, forderte jedoch zugleich, gefährliche Erwachte der Gerichtsbarkeit der Häuser zu unterstellen.